19.07. – 16.08.2026
Eröffnung am Sonntag, 19.07.2026 um 15 Uhr
Angelika Flaig

,,kokon,, fotocomposee auf aludibond 2022
Angelika Flaig bezieht die Architektur des ehemals sakralen Ritualraumes (jetzt das kunstdienende Oktogon) visuell, haptisch und musikalisch in den Mittelpunkt ihres Ausstellungskonzeptes ein.
Achtecke finden sich in koptischen Teppichen, die der Komponist Morton Feldmann so faszinierend fand und ihn zur Reflexion des Begriffs Zeit inspirierte, hörbar in seinen von ausgedehnter Langsamkeit sich räumlich entfaltenden Klangschichten. In der Frühzeit seines Schaffens griff er zu grafischen Mitteln, um seine Partituren zu fixieren. Am 30.7.2026 jährt sich sein 100. Geburtstag, Anlass für Angelika Flaig die umlaufenden Wände des Oktogons mit druckgrafischen Zyklen als Partituren im Raum zu inszenieren. Fotografisch festgehaltene Momente ihrer performativen Arbeit, digital auf Aludibond ausgedruckt, verweisen auf ihre intensive Beschäftigung mit der Zeit: Chronos und Kairos im Garten der Zeit. Messbarkeit und Moment sind Grunderfahrungen jeder künstlerischen Tätigkeit. QR-Codes mit zu einzelnen Zyklen von Peter Schwieger und Matthias Schneider komponierten Klängen erweitern das Raumerlebnis für Besucherinnen und Besucher, flanierend zwischen stählernen Stelen durch den Innenraum. Skulpturale Buchobjekte laden zum Blättern ein.
1950 in Schramberg im Schwarzwald geboren, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

